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„Wildlife hautnah“: Der Zoo Safaripark Stukenbrock bei Bielefeld

August 8th, 2012 | Posted by Eva in Freizeit & Natur | News

   

Weite Landschaften, wilde Tiere, spannende und wunderschöne Momente – eine Safari ist ein einzigartiges Naturerlebnis. Wenn Du glaubst, dazu nach Afrika reisen zu müssen, liegst Du falsch: Bei Bielefeld liegt der Zoo Safaripark Stukenbrock, mitten in Deutschland also – Karten gibt es natürlich hier bei uns. Welche Tiere Dir im Safaripark vor die Kameralinse laufen, wie viel Fleisch wöchentlich verschlungen wird und was Du hier noch alles erleben kannst, hat uns Susanna Stubbe, Pressesprecherin des Zoo Safariparks, im Regiondo-Interview erzählt.

Seit wann gibt es den Zoo Safaripark Stukenbrock?

Susanna Stubbe: Seit Juli 1969.

Was war der Beweggrund, einen Safaripark zu gründen?

Da gibt es sicher mehrere. Die Idee wurde geboren, als der Gründer und Hotelier Robert Wurms in Düsseldorf mit zwei afrikanischen Gästen abends zusammen saß… Die Idee, ein Stück Afrika in Deutschland erlebbar zu machen, faszinierte und begeisterte ihn.

Wie viele Tierarten leben hier?

Es sind wohl ca. 25 Arten, die hier leben. Aber nicht die Artenvielfalt macht diesen besonderen Zoo aus, sondern die Haltung – große Freigehege, man geht mit dem Auto auf Safari – und die Kernkompetenz in Sachen Raubkatzen. Mehr als 50 große Raubkatzen wie Löwen, Tiger und Geparde leben hier, und mit der Nachzucht der seltenen weißen Tiger und Löwen hat sich der Zoo Safaripark weltweit einen Namen gemacht.

Woher kommen die Tiere?

Die Tiere stammen ausschließlich aus menschlicher Obhut; zum größten Teil eigene Nachzuchten, aber auch aus anderen Zoos. Einziger „Wildfang“ ist unser Nashorn Buffy, das so alt ist wie der Zoo Safaripark und damals aus Namibia kam. Ursprüngliche Heimat der Tiere ist Afrika, Asien und Südamerika.

Was fasziniert uns an exotischen Tieren?

Die Faszination macht sicherlich aus, dass diese Tiere normalerweise nicht zu unserem „Alltag“ gehören. Ein Rudel Löwen zum Beispiel im Zoo Safaripark fast wie in freier Wildbahn in einem Areal von 10000 Quadratmetern erleben zu können, ist faszinierend.

Wie können die Besucher die Tiere erleben?

Unser Besucher können mit dem eigenen Auto auf Safari gehen, wahlweise können sie einen Landrover mieten oder ein Ticket für unseren Safaribus kaufen. Dazu bieten wir einen fußläufigen Zoobereich mit Europas größter Zooanlage für Geparden, einem Affengehege, durch das ein Bähnchen fährt, in dem die Besucher „hinter Gittern“ sitzen. Wir sagen gerne: Bei uns sitzt der Besucher im „Käfig“, und die Tiere leben in großer Freiheit.

Ein Safaripark mitten in Deutschland – was machen denn die Tiere im Winter?

Sie tun das, was sie im Sommer auch tun. Raubtiere und Elefanten, Kamele und Dromedare, Affen… gehen auch im Winter raus, nur eben nicht so lange. Sie zeigen uns, wann sie wieder ins Haus möchten… gehen dann von selbst dorthin. Für andere sehr empfindliche Tierarten wie Antilopen oder Giraffen haben wir sehr große Winterstallungen auf dem Gelände.

Welches Tier ist der Besucherliebling?

Sicherlich sind es immer wieder unsere Raubkatzenbabys, die kleinen weißen Löwen und Tiger, die Besucher am meisten begeistern.

In Ihrem Park lebt das Zebrapferd Eclyse. Wie kam es denn zu dieser „Kreation“?

Eclyse stammt aus Italien. Dort, auf einer großen Pferderanch, lebt eine Zebrastute, die ursprünglich aus dem Zoo Safaripark stammt. Das Ergebnis ihrer heimlichen Liebe zu einem Pferdehengst, der für diese Liebe Zäune überwand, ist Eclyse. Nachdem die Mutter aus dem Zoo Safaripark stammte, hat sich der Direktor des Zoo Safariparks auf einer Italienreise sofort in Eclyse verliebt und sie in den Zoo Safaripark geholt, wo sie heute gemeinsam mit Pedro (einem Pony) ein gemeinsames Gehege bewohnt.

Wie viel Fleisch fressen die Raubkatzen täglich?

Sie werden alle zwei Tage gefüttert; die Fleischmenge ist je nach Tier unterschiedlich. Sieben bis zehn Kilo bei Löwen und Tigern. Welpen und sehr alte Tiere füttern wir täglich – mit kleineren Mengen. In der Woche verfüttert der Zoo Safaripark mehr als 1000 Kilo Rindfleisch.

In Bayern haben die Ferien erst angefangen – warum ist Ihr Safaripark eine Reise wert?

Ich denke, es gibt mehr als ein gutes Argument für eine Reise nach „Afrika mitten in Deutschland“. Das Erlebnis „Wildlife hautnah“ ist sicher eines. Ein anderes ist, dass aufgrund der Vielfältigkeit des Angebotes und der wunderbaren Lage am Rande des Naturschutzgebietes Senne der Zoo Safaripark und seine ostwestfälische Umgebung ein breites Angebot bieten – vom Kleinkind bis zum Senior.

Direkt am Safaripark angeschlossen ist der Freizeitpark. Mit welchen Highlights wartet dieser auf?

Neu in 2012 sind der Hochseilgarten über dem großen Gepardengehege und im Fahrbereich das „Wet & Wild“ ein feucht-fröhlicher Familien-Wasser-Fahrspaß. Eine Deutschland-Premiere übrigens. Wir bieten darüber hinaus Fahrspaß auf mehr als 20 Attraktionen, ein eigenes Zirkusprogramm, eine magische Show im Afrika-Theater in der die Magie der weißen Löwen lebendig wird, eine „Fiesta in Santa Cruz“ mit Cowboys, Pferden, Indianern und Artistik in der Westernstadt. Dazu viele Aktiv-Bereiche: Hüpfburgen. Riesenrutschen, Trampoline, den Kids-Dschungel-Palast und eine coole Poollandschaft für heiße Tage für die kleinen Gäste.

Was kommt bei den Kindern besonders gut an? Und was weckt das Kind im Manne?

Die Kinder lieben nach wie vor die Marienkäferachterbahn, aber an heißen Tagen auch alles, was „nass“ ist, die Poollandschaft und das „Wet & Wild“. Hier – an den Wasserkanonen – werden auch die Papas wieder zu Kindern. Der Hochseilgarten ist ein spannendes Abenteuer, dass die Männer natürlich gerne meistern. Aber – und darüber müssen wir immer wieder schmunzeln – die Herren der Schöpfung können hier mit der Leichtfüßigkeit ihrer Kinder selten mithalten.

Das Interview führte Eva Müller, die Fotos stammen vom Zoo Safaripark Stukenbrock.

   

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