Heute ist der Gruseltag des Jahres und das bietet sich natürlich als nettes Thema für unseren Blog an. Aber woher kommt der ganze Spuk eigentlich?
Der Name „Halloween“ kommt von „All Hallows‘ Eve“ und meint den Vorabend zu Allerheiligen. Um das Ganze etwas kürzer zu machen, hat man das Fest dann „Hallowe’en“ getauft. Und daraus ist dann „Halloween“ geworden.
Das Gruselfest hat seinen Ursprung im alten Irland und im keltischen Fest Samhain. Es markierte das Ende des Sommers und den Beginn der dunklen Jahreszeit. Nach keltischem Glauben ist zu dieser Zeit der Schleier, der die irdische Welt von der Unterwelt trennt besonders dünn und die Bewohner der Unterwelt wie Feen, Elfen, aber auch Geister können die Grenze in die irdische Welt überqueren. Aus diesem Grund wurden überall Freudenfeuer entfacht und Opfergaben gebracht, um die bösen Geister zu besänftigen.
“Trick or Treat” – Und was hat das Alles jetzt mit Süßigkeiten zu tun?
Mit Gewissheit kann man diese Frage zwar nicht beantworten, man geht aber davon aus, dass es auf die Umzüge zu Allerseelen in England zurückgeht. Hierbei bettelten die Armen um Nahrung oder spezielle Kuchen, die sogenannten “soul-cakes”. Im Gegenzug versprachen die Armen, für die Verstorbenen der Familien zu beten.
Irgendwann begannen dann die Kinder, egal ob arm oder reich, von Haus zu Haus zu gehen und um Kuchen und Süßigkeiten (engl. treats) zu betteln. Zur Unterhaltung des Süßigkeiten-Spenders wurde dann ein kleiner „Trick“ wie z.B. Singen vorgeführt. Früher war es also die Belohnung für denjenigen, der einem was Süßes gibt. Heute wird derjenige bestraft, der einem nichts geben möchte. Die Bedeutung des Wortes „Trick“ hat sich in dem Fall einfach geändert.
Und die Kürbisse?
Klar, Kürbisse wachsen im Herbst und Kürbissuppe schmeckt auch, aber warum werden ausgehöhlte Kürbisse gerade an Halloween aufgestellt? Vielleicht weil man daraus so toll die Fratzen schnitzen kann? Falsch.
Einer Sage nach fing der irische Bösewicht Jack Oldfield eines Tages den Teufel durch eine List ein und ließ ihn nur gegen das Versprechen frei, dass ihm der Teufel nie wieder in die Quere kommt. Nach Jacks Tod kam er aufgrund seiner bösen Taten nicht in den Himmel, wurde aber auch nicht in die Hölle gelassen, da er den Teufel betrogen hatte. So war er dazu verdammt auf Ewig in der Dunkelheit der Zwischenwelt umherzuirren. Doch der Teufel erbarmte sich und schenkte ihm eine Kerze und einen Kürbis. Jack Oldfield höhlte den Kürbis aus und stellte die Kerze hinein um sie vor Wind zu schützen. Manche sagen auch, dass es sich bei dem Kürbis eigentlich um eine Rübe handelte und man als Brauch für das Aushöhlen, einen Kürbis statt einer Rübe verwendete, weil sie in den USA in großen Mengen zur Verfügung standen. Hier wurden diese Kürbislaternen dann Jack O‘ Lanterns getauft – abgeleitet vom Namen Jack Oldfield.
Außerdem ist das Kürbischnitzen auch gar nicht so einfach. Ich hab mich schon ein paar Mal daran versucht und das ist echte Knochenarbeit. Wer’s trotzdem mal versuchen will, hier gibt’s neben einer Anleitung auch tolle Schnitzvorlagen.
In Deutschland feiern wir Halloween erst seit ein paar Jahren. Der Brauch wird zwar immer beliebter, die Partys größer und die Kostüme ausgefallener, aber mit dem Hype der in den USA um diese Zeit herrscht, können wir noch lange nicht mithalten. Dort werden schon Anfang September die „Halloween-Candys“ in riesigen Säcken im Halloween-Design verkauft. Spätestens Anfang Oktober steht für jeden fest, welches Kostüm man trägt und zu welcher Party man geht. Wer weiß, vielleicht kommt es bei uns auch mal so weit.
Haltet heute Abend auf jeden Fall schon mal die Süßigkeiten bereit, wenn es auch an eurer Tür heißt: „Süßes sonst gibt’s Saures!“








